Ergebnis 1 bis 4 von 4

Thema: Wieviel Spiel darf ein Kompaktradlager haben?/ Tipps zum Austausch

  1. #1
    ViP-Spender! VIP (Spender)


    Registriert seit
    13.08.2011
    Ort
    München
    Alter
    32
    Beiträge
    680
    Blog-Einträge
    1

    Wieviel Spiel darf ein Kompaktradlager haben?/ Tipps zum Austausch

    Und zwar gehts um einen Ãlteren Suzuki Wagon R+ EM. das Radlager vorne dürfte Ãhnlich aufgebaut sein wie bei anderen Kleinwagen mit Frontantrieb (also so ein doppelreihiges Kugellager das man recht fest anziehen muss), Achswelle geht durch etc.
    Nun musste ich letztens, als ich einem schleifenden Geräusch auf die Spur kommen wollte feststellen dass das Rad wackelt (ich denke mal am Rand so 2mm insgesamt). Weiß jemand ob das schon problematisch ist? Es ist nur auf der rechten Seite der Fall. Das schleifende Geräusch kommt von der Bremse, das Lager an sich läuft nicht rauh, mahlend oder so sondern halt normal (das Schleifen kommt von der Bremse). Wobei es mir eher unsympatisch ist, da es sich ja auch eher plötzlich verschlechtern könnte.

    Und aus Erfahrung, kann man so ein Radlager an der Straße wechseln oder ist das aussichtslos? Weil irgendwie wirkt das eher aufwendig, z.B. die Radnabe rausziehen, das Lager rauszubauen und so. Ich möchte nur ungerne den Achschenkel abbauen aber bin unsicher ob man das Lager im eingebauten Zustand wechseln kann.

    Oder kann man ggf. die Mutter der Antriebswelle einfach nachziehen?

    Falls hier jemand Erfahrungen mit so Reparaturen hat, vielleicht unter nicht so professionellen Bedingungen, dann könnt ihr mir vielleicht dabei helfen das Ganze besser einzuschätzen.

    Lt. Werkstatthandbuch zieht man die Nabe mit nem Gleithammer raus bei eingebautem Achsschenkel. Und statt ner Hydraulikpresse würde/müsste ich halt eine M16 Gewindestange verwenden um das Radlager aus dem Achsschenkel zu kriegen. Hat das mal jemand versucht und ist gescheitert oder geht das und es ist einfach nur etwas mühseliger?
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten

  2. #2
    Rallye Elektroniker VIP (Spender)

    Avatar von CCSS
    Registriert seit
    10.06.2009
    Ort
    Wipperfürth
    Alter
    33
    Beiträge
    1.662
    Servus.

    Diese Art Radlager dürfen kein Spiel haben. Das ist anders als die bei unseren älteren Corsa bekannten Kegelrollenlager auf der Hinterachse, die ein Einbauspiel brauchen und das bei zunehmender Erwärmung abbauen.

    Die vorderen Radlager habe ich bisher immer durch Ausbau des Achsschenkels und anschließender Bearbeitung mittels Hydraulikpresse getauscht.

    Ein Bekannter hat das mal bei einem VW Polo über eine spezielel Hydraulikpresse direkt am Fahrzeug bei eingebautem Achsschenkel durchgeführt und jetzt zu dem Knackpunkt:

    selbst mit dieser Hydraulikpresse war das mühselig, weil das Radlager ziemlich angegammelt im Achsschenkel / Radlagergehäuse saß.

    Wenn also in deinem WHB steht, dass da ein Gleithammer ausreichen soll, kann das gehen, muss aber nicht.

    Die Kräfte die da zum auspressen teilweise herrschen, lassen mich aber an der Gleithammermethode und auch M16 Gewindestange etwas zweifeln.
    Ich glaube du tust dir einen gefallen, wenn du den Achsschenkel ausbaust (Traggelenk/ Federbein/ Spurstangenkopf / Antriebswellenmutter lösen) und das Ganze mitsamt neuem Lager in eine Werkstatt bringst.

    Kostet 20-40€ und wird ggf. sogar sofort erledigt.
    Mfg Sebi

  3. #3
    ViP-Spender! VIP (Spender)


    Registriert seit
    13.08.2011
    Ort
    München
    Alter
    32
    Beiträge
    680
    Blog-Einträge
    1
    Also, die Achsmutter nachzustellen geht nicht? Ich wollte das vielleicht mal testen.
    Ansonsten schaue ich gerade die Reparaturanleitung vom Nachfolger (baugleich Opel Agila A) an, da steht drin dass ein Axialspiel ("Thrust Play") von 0,1mm zulässig wäre. Kann ich bei Zeiten mal ausprobieren, muss ich mir halt ne Magntmessuhr besorgen/leihen oder schätzen.
    Ist mies dass bei dem Auto z.T. die Ersatzteile eher selten sind, sonst würde ich die Nabe vielleicht einfach absägen... Ist immer ein blödes Gefühl wenn man weiß dass ein Auto mit einem Bauteil fährt das sicherheitsrelevant aber nicht zweifelsfrei in Ordnung ist.

    Ansonsten würde ich vielleicht notfalls das komplette Federbein ausbauen und mitnehmen, dann habe ich nachher nicht das Problem den Sturz einstellen zu müssen. Wenns bei mir was neues gibt melde ich mich. Ich hab mal so Kompaktlager in ne Bremstrommel raus und ein neues rein, das ging auch ohne Spezialwerkzeuge aber ich habe nen Nachbarn der relativ viel Werkzeuge hat... Auf jeden Fall war es da kein großen Problem das Lager rauszuschlagen fällt mir ein (aber ist ein schlechter Vergleich).
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten

  4. #4
    Rallye Elektroniker VIP (Spender)

    Avatar von CCSS
    Registriert seit
    10.06.2009
    Ort
    Wipperfürth
    Alter
    33
    Beiträge
    1.662
    Wenn sich die Achswellenmutter gelöst hat, kann man natürlich nachziehen.
    Aber das halte ich für unwahrcheinlich, das hättest du wohl beim Fahren schon durch Poltergeräusche gehört.

    Radlager ist eben auch nicht gleich Radlager: manche lassen sich Nachstellen, andere nicht und wie gut sich die ausbauen lassen ist auch nicht immer gleich.
    Da hilft wirklich nur probieren!
    Mfg Sebi

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •